
Ungarns vielschichtige Vergangenheit und unklare politische Zukunft
14.9. – 18.9.2026 Studienreise/Seminar zur politischen Bildung
Nicht nur geografisch ist die Doppelstadt an der Donau ein Mikrokosmos Ungarns. Auch in der Bevölkerung
spiegelte sich lange das Miteinander der vielen ethnisch-kulturellen Gruppen des alten Ungarns, das vor dem
Ersten Weltkrieg dreimal so groß war wie heute. Wir begeben uns auf die Spuren dieser kulturellen Vielfalt. Zu
erleben ist, wie sich die komplexe Geschichte Ungarns im Stadtbild spiegelt. Im Austausch mit der Budapester
Zivilgesellschaft fragen wir, wieso es inzwischen 15 Jahre der Regierung Orban gibt und wohin sich das Land
bewegen will.
Das Programm im Einzelnen:
Überblick über die Geschichte Ungarns und Budapests
Die Inszenierung nationalen bürgerlichen Selbstverständnisses durch repräsentative Bauten
in der Pester Altstadt
Erinnerungsorte und Spuren jüdischen Lebens
Buda und die Budaer Burg als Ort politischer Herrschaft
Budapests Stadtgeschichte – Spiegel der vielfältigen politischen und geografischen
Verbindungen und Zugehörigkeiten viele Jahrhunderte komplexen muliethnischen Zusammenlebens
die politische Entwicklung im Spiegel deutschsprachiger Medien in Ungarn
Ungarn zwischen nationaler Identität und europäischer Zugehörigkeit
Nachwirkungen des Trianon-Traumas bis in die Gegenwart
– 15 Jahre der Regierung Orbans und die Entwicklungen seiner „illiberalen Demokratie“ – Ungarn unter der Herrschaft der Pfeilkreuzler und stalinistischer Vorherrschaft
Symbole der Nationwerdung und des Nationalismus
Informationsgespräch im Haus der Ungarndeutschen – Budapests Wandel von einer mehrheitlich deutsch und auch slowakisch und serbisch
geprägten Stadt zu einer heute weitgehend ungarisch geprägten Stadt – Verfolgung und Vertreibung der Ungarndeutschen nach 1945 – das Wiederaufleben Ungarndeutschen kulturellen Lebens nach 1990 – die Ungarndeutschen: lebendige Minderheit und mögliche Zukunftsperspektiven
Óbuda – 2000 Jahre Stadtgeschichte
Besichtigung des Ausgrabungsgeländes des römischen Aquincum
Altstadt, Schloss und Synagoge von Óbuda das türkische Budapest Gespräche bei deutschen Institutionen zum Verhältnis Ungarns zur EU
die soziale und wirtschaftliche Situation der Roma in Ungarn.
Leistungen
4×Ü/F im Mittelklasse-Hotel,
Programm, Eintritte, Fahrten
Anerkennung als Bildungsurlaub auf Anfrage möglich
Nähere Infos, auch zu den Kosten & Anmeldung https://naturfreunde-hh.de/politische-bildung
Kapazitäten begrenzt – keine feste Anmeldefrist
Kontakt politische-bildung@naturfreunde-hh.de
Norbert Holtz · Tel. 040 40 85 28

